Rechtsstaat ist und Bürgerrechte sind, was DU draus machst!

WE. ARE. BACK.

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By am 3 Okt 2016 in Berlin, Blog, Crew | 6 Kommentare

Jajaaa, lange genug hat es ja gedauert, aber Ende gut – alles gut!

Aber der Reihe nach. Sicherlich ploppen gerade bei dem Einen oder Anderen ein paar Fragezeichen auf. Ich will versuchen diese zu lösen, sofern ich sie korrekt errate. Sollten nicht alle Fragen beantwortet werden, dürft Ihr Euch später dazu in den Kommentaren austoben.

Kommando-Wechsel? My Ass!

tweet-521653738776592384Ein wenig lässt es sich schon erahnen, aber so richtig habe ich das Patent nie abgelegt gehabt. Aber warum das ganze? Nun es war eigentlich ein Experiment und ich möchte die Gelegenheit nicht nutzlos verstreichen lassen bei Euch für diese kleine Finte um Entschuldigung zu bitten. Es hatte aber einen nützlichen Grund. Denn es ergab sich dass ein paar ganz schlaue Zeitgenossen, oder zumindest solche, die sich für schlauer die gesamte soziologische Wissenschaft halten, meinten wenn wir von der Konrad Zuse Crew nur brav die „Klappe halten“, und unseren Peinigern auch noch die andere Arschbacke hinhalten, diese dann „die Lust“ verlieren und die ständigen Verleumdungen und Mythenbildungen diverses selbsternannter Piraten in der Partei unterbleiben würden. Uns bzw. mir war ja von Anfang an klar, dass das völliger Schwachfug ist, aber ich dachte mir, dass ich solch selbstverliebten Realität-fremden Tagträumern gerne mal ein kleines soziologisches Experiment darlegen würde.

Also besprach ich meinen „Plan“ in meiner Crew und schwups gesagt getan. Tja und was soll  ich sagen? Es ist genau so gekommen wie ich vorhergesagt habe.

  1. Die Verleumdungen haben nicht aufgehört.
  2. Die Intensität der üblen Nachrede hat nicht abgenommen.
  3. Der Landesverband Berlin fühlte sich durch die nun völlig fehlende Gegenwehr ermutigt und verfiel in endgültig extremistische Gepflogenheiten.
  4. Den Bundesverband vertreten durch seinen Bundesvorstand tat noch weniger als nichts und heftete die unterlassene Hilfeleistung für seine Mitglieder sich als „Erfolg“ an und ließ sich für die Grabesstille in der Partei noch loben.

tweet-519061045596659712Oder kurz: Wir hatten Recht, Ihr hattet Unrecht. Man bekämpft Mobbing und üble Nachrede und Straftaten von Gliederungen gegen Minderheiten und einzelne Personalien NICHT mit wegducken, weggucken und Verleugnung der Realität. Genau wie Gewalt in der Partnerschaft nicht weggeht wenn das Opfer stets verzeiht, so gehen auch systematisches und strukturelles Mobbing bei den Piraten bzw in der Piratenpartei Deutschland nicht weg, wenn man wegschaut und es erträgt. Oder – noch schlimmer – man von Opfern VERLANGT dass sie es zu ertragen haben, weil es ja sonst der Partei „schaden“ würde. Über soviel Perversität und Zynismus gegenüber Gewaltopfern sollten mal der eine oder andere Pirat in der Partei nachdenken.

In der Zwischenzeit

…ist viel passiert! Der Friedhof-Verwalter Stefan „sekor“ Körner, der viel versprach, nichts hielt und auch sonst eher kniff und das Fehlen von Rückgrat und politischer Bildung mit Reisetätigkeit und Durchhalteparolen versuchte zu kompensieren, ist nach 2 Amtsperioden in der Bundespartei endlich wieder entfernt worden. Er hat es alleine zu verantworten, dass 2 Jahre verloren sind. 2 Jahre in welchen man die Partei fit für die Wahlen 2017 hätte machen können. Aber sein Team im Bund ist auch nicht viel besser. Sie haben zu verantworten, dass sie ihm nicht energischer widersprachen. So hielten sie es stets angenehm flauschig und tatsächliche Probleme, deren Bewältigung schwierig und unbequem ist, wurden weitestgehend ignoriert. Gerne mit solche intelligenten Aussagen wie „Das geht uns nichts an!“. Dass das die Satzung, der menschliche Anstand und ein klitzewenig Ethik das anders sehen – pff, egal. Vom Piraten-Kodex reden wir besser erst gar nicht.

Plakatieren zur AGH/BVV Wahl in Berlin 2016 mit Bruno Gert Kramm CC-BY-NC Simon Lange

Plakatieren zur AGH/BVV Wahl in Berlin 2016 mit Bruno Gert Kramm
CC-BY-NC Simon Lange

Auch wurden in derselben Zeit einige Wahlen versemmelt. Die wichtigste Niederlage, aber gleichzeitig auch absehbare Klatsche hatte der Kreischverband Berlin zu verantworten. Einen Verband um beinahe 99% seiner Mitglieder zu bringen bzw diese aus der Partei zu ekeln muss man erst mal hinbekommen. Ein ehemaliges Piratenprogramm in ein Pamphlet eines Haufen „Jeder-Darf-Mal“ zu verwandeln, welches zwischen neonationalistischer Kackscheiße, linksprogressiven Müll und Post-Baader/Ensslin/Mahler-Psychostoff hin und her wabbelt, ist schon eine enorme Minderleistung von besonders ekelhaften Kaliber. Dieser Verband hätte aufgelöst werden sollen, schon 2014, spätestens 2014. Aber das Hausmeisterteam Körner 2014-2016 war ja nicht zuständig. Die Satzung sieht das immer noch anders. Aber was interessiert die Piratenpartei Deutschland schon die Satzung.

Der „Landesverband Berlin“ übt sich derweil in politischer Inzest. Funktionäre treffen sich auf Parteitagen und wählen sich selbst. Mitglieder sind nur so lange gerne gesehen solange sie die Meinung der Funktionäre teilen bzw den Pöstchenschubsern nicht gefährlichen werden (wollen). So kann das natürlich nichts werden. In vielen Gesprächen wundern sich immer wieder zu# und durchgereiste Piraten warum diese  Wahnsinnigen nicht spätestens an der Konsequenz ihres großen Vorsitzenden Kramm ein Beispiel nehmen und sang und klanglos verabschieden? Also ihre Funktionen/Ämter niederlegen, austreten und ggf ihr Seelenheil in einer anderen politischen Gruppe suchen. Die Antwort ist so einfach wie beängstigend.

Störer auf AfD Werbeplakat

Störer auf AfD Werbeplakat

Die meisten Funktionäre im LV Berlin haben Minderwertigkeitskomplexe. Sie sind gescheiterte Menschen und ich meine das nicht im finanzieller Hinsicht. Nein, sie sind als Mensch gescheitert. Sie sind unsozial, Team-unfähig und können außerhalb ideologischer Strukturen nicht atmen geschweige leben. Sie fühlen sich ohne Partei, aber vor allem ohne Titel nicht wertig. Sie identifizieren sich über ihren Titel und so wundert es auch nicht dass diese selbst noch den Titel „Reiter“ begehren würden, auch wenn es nur bedeuten würde sich auf einen verwesten toten am Boden liegenden Gaul zu setzen. Eklig, aber Hauptsache der Titel macht was her. Einige dieser pathologisch auffälligen Menschen sammeln gerade zu Titel und Beauftragungen. Es soll gar solche geben, die ein BVV Mandat haben (okay hatten), ein Vorstandsamt haben, und locker ein Dutzend Beauftragungen. Natürlich in jedem einzelnen inkompetent und maximal erfolglos, aber Hauptsache Titel. Tja, und SOLCHE Leute gehen selbst dann nicht, wenn der Landesverband tot am Boden liegt und JA, er IST tot. Der Landesverband Berlin ist tot! ER IST TOT, Jim!

Knochenmarkspende

Das einzige was diesen von „Krebs“ zerfressenen und geschundenen „Körper“ noch retten kann ist eine endgültige Bestrahlung mit Piraten-Werten und Personalien. Wir müssen die letzten besonders hartnäckigen Titel-Sammler entmachten und die Zügel der Gliederung wieder in piratige Hände übergeben.

Dazu muss an vielen Baustellen beinahe gleichzeitig gearbeitet werden. Wir müssen die Landessatzung von diesem ganzen Bullshit seit 2010 befreien, der darin einfach nichts zu suchen hat. Hier sei nur die Totgeburt SMV oder das LD-Tool LQFB genannt. Aber auch die hart an der Legalität schrammenden Mitglieder-Rechte-einschränkenden Bereiche gehören überarbeitet. Außerdem müssen wieder die Mitgliederrechte gestärkt werden. Insbesondere betreffend des Landesschiedsgericht und Prozess-Richtlinien bezüglich Ordnungsmaßnahmen. All zu oft wurde hier politisch agiert und nicht juristisch. Von Datenschutz fang ich besser gar nicht erst an.

Gleichzeitig müssen wir alte funktionierende Werte wieder stärken! Das piratige Mandat und das Crewkonzept gehören geschützt. Crews müssen, wie man ja an der politischen Verfolgung der „Zuse Crew“ sieht, ebenfalls vor Gremien wie dem LaVo geschützt werden. Selbes gilt aber auch für natürliche Personen! Wir müssen das Soziale im Miteinander wieder stärken. Meet’n’Greet Veranstaltungen die monatlich veranstaltet werden, sind ein Muss um die Erdung von Neumitgliedern aber auch die Inklusion von diesen voran zu treiben. Crews sind hierbei wieder ein wichtiger Partner, der auch eingebunden gehört. Offizielle thematische Squads gehören per Parteitag-Beschluss bestätigt, ansonsten sind sie inoffiziell.

Feier zum 10 jährigen Geburtstag der Piratenpartei Deutschland. oder Wie man es nicht macht!

Feier zum 10 jährigen Geburtstag der Piratenpartei Deutschland.
oder
Wie man es nicht macht!

Organisatorische Squads sind undemokratisch durch Bewerbung/Mitarbeit/Berufung unter Oberaufsicht des Landesvorstands zu betreiben. Welche weitere Personalien der LaVo zur Bewältigung seiner Aufsichtspflichten bestellt, ist eben genau diesem überlassen. Was denken einige wohl warum es einen Tätigkeitsbericht gibt? Zukünftig sollen Landesvorstände wieder politisch agieren können und zwar notfalls auch OHNE sich jeden Schritt durch ein Abstimmungstool, Limeservey oder Parteitag absegnen zu lassen und auch wäre es total sinnvoll wenn Vorstände (nicht nur in Berlin), dass man als Vorstand auf Missstände IN der Partei NICHT NUR JURISTISCH reagieren kann. Es soll mitunter auch möglich sein politisch zu reagieren. Man muss ja nun nicht alles von den „Alt-Parteien“ kopieren, aber wie man politisch auf die Finger einer anderen Gliederung haut, kann man bei CDU/SPD/FDP/… immer wieder sehen. Und – welch Überraschung – es funktioniert. Ganz ohne Anwälte! Ist es die Möööglichkeit!!?!?!1!11

Und damit nicht gleich wieder der Laden von irgendwelchen verstrahlten Weltverbesserern übernommen wird, braucht es ein Immunsystem. Dieses Immunsystem setzt sich zusammen aus Satzung, politischer Bildung, Professionalität und charakterlich geeigneten Vorständen. Gerade beim Letzteren hapert es immer wieder am meisten, denn die meisten Mitglieder sind traditionell NICHT in der Lage kompetent zu wählen. Das beginnt bei einem Weicheier Wahlsystem bei dem niemand eine klare Entscheidung fällen muss sondern notfalls jedem eine „Stimme“ geben kann und endet damit dass noch immer „Tittenbonus“(tm), Kinderaugen oder verbale Arschkriecherei zum Wahlerfolg eines Kandidaten führen. Irgendwann muss das einfache Mitglied begreifen, dass Wetterfahnen niemals eine gute Wahl sind. Man wählt polarisierende Menschen, die für Werte stehen und zwar eben auch wenn sie Widerstand erfahren. Was will man erwarten von einer Wetterfahne, wenn diese Widerstand erfährt? Eben nichts, sie knickt ein. Wetterfahnen stehen für nichts außer ihren egoistischen politischen Karriere-Erfolg (Wieder ein Titel! Juhuuu!), aber eben nicht dafür irgendwas politisch für andere Menschen erreicht zu haben.

Und nun?

Tjaaaa, jetzt haben wir von der Zuse Crew uns gedacht werden wir den Landesverband versuchen wieder gerade zu ziehen. Wir werden unangenehm sein, wir werden Aktionen planen und durchführen. Stets im Namen der Piratenpartei, stets sichtbar und uns auch stets als Piraten ausgeben, weil wir Piraten sind. Wir werden die Gliederung versuchen zu übernehmen und dann bei Erfolg eine vollendete Rückwärtsrolle der Partei hinzubekommen. Hin zu den erfolgreichen Werten, Mechanismen und Prinzipien von 2006-2009. Die Jahre 2010-2016 nehmen wir als mahnende Erinnerung, als dunkles Zeitalter der Piratenpartei Berlin.

Übermorgen, am Mittwoch den 5 Oktober 2016 veranstalten wir ein Invite-Only BBQ und werden anfangen. Wir wollen die Piraten wieder auferstehen lassen wie einst der Phönix aus der Asche!

Drückt den Piraten die Daumen und „stay tuned!“

 

    6 Kommentare

  1. In weiten Teilen dachte ich du schreibst eine Zusammenfassung über den KV-Dortmund. Die Zustände da sind nämlich vergleichbar mit deinen vor Ort.

    Zusammenfassend kann ich nur sagen:
    Gut gebrüllt Löwe. Jener der sich zum einzig wahren Piraten erklärt hat, erklärt uns die Welt. Ja nee is klar, kann man machen …

    @HuWutze

    3. Oktober 2016

    • „einzig“? Nö! Nein, da gibt es mehrere. Du bist allerdings keiner von ihnen.

      Simon Lange

      3. Oktober 2016

  2. Wie bekämpft man Mobbing?
    Ganz klar, indem man es aufzeigt und Solidarität zeigt mit den gemobbten.

    Was hilft dabei garnicht?
    Pauschalverungimpfungen ganzer Landesverbände,
    Unterstellungen, Beleidigungen usw.

    ja mir ist bewusst, dass die Piratenpartei gespalten ist -> genau das ist das Problem der Piratenpartei,
    es gibt euch und es gibt die anderen.

    Und nachdem ihr toll seid müssen die anderen Scheisse sein – und das in jeder Hinsicht.
    Blöd halt wenn beide Seiten so denken.

    Was euch nicht helfen wird die Piratenpartei zu retten
    -> wenn ihr euch online beleidigt, beschimpft, mobbt und gegenseitig fertig macht.

    Was helfen könnte -> viele viele Gespräche.
    Grundsatzpunkte an die sich alle halten müssen.

    Ich sehe nichts in die Richtung gehendes und ich werde meine Lebenszeit nicht nochmal verschwenden etwas eckiges rund zu machen.

    Viel Erfolg, solltet ihr tatsächlich versuchen aus den Piraten etwas zukunftsträchtiges zu machen, aber in dem Stil wie dieser Blogpost wird das nichts -> diesen Spiegel muss ich euch da schon mal vorhalten.

    Dr.Qwertzuiopü

    10. Oktober 2016

    • Hallo Pseudonymer Ranter.
      Da waren jetzt so viele Fehler drin, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Grundsätzlich hast Du aber offensichtlich grundsätzliches in der POlitik nicht verstanden. Wenn wir von #Piraten #Berlin schreiben dann meinen wir damit die Gliederung, die Repeäsentanten, die gewählten Vertretern, die handelnden Gremien. Also DIE welche im Namen der Mitglieder auftreten und entscheiden. Das weiß auch jeder halbwegs gebildete Mensch und muss daher auch nicht in jeder Erwähnung differenziert auseinander gepult werden.
      Wie man Mobbing bekämpft haben wir schon vor Jahren sehr deutlich aufgezeigt. Und unter anderem GENAU das gemacht was Du da geschrieben hast und eben GENAU DAFÜR wurden wir und werden wir politisch verfolgt. Du bist also offensichtlich nicht sehr gut informiert. Du solltest also dringend bevor Du solche Dinge hier uns unterstellst Dich eingehender und besser informieren. Es ist ja nun nicht so als könnte man es nicht recherchieren. Insbesondere da wir meist nach Möglichkeit auch immer Belege mit liefern.
      Wir haben noch niemals öffentlich „beschimpft gemobbt oder Leute fertig gemacht“. Im Gegenteil. Wir waren der erste professionelle Schutzraum für Verfolgte. Und wurden auch dafür angegriffen. Wie gesagt: Das Ausmaß Deines Wissensdefizites ist beachtlich.

      Ob Du Dich mal bei Piraten engagieren wirst oder nicht, bleibt Dir offen. Dein Rant ändert auch nichts daran dass wir auch weiterhin Piraten Werte hoch halten werden. Dass wir dafür verleumdet, beschimpft, ausgegrenzt und bis ins Privatleben hinein verfolgt und mit Gewalt und Brandanschlägen bedroht werden. So isses nunmal. Wenn Du es für eine gute Idee hälst Dein Gossip als Fakt darzustellen, dann ist das so. Wir haben uns daran gewöhnt. Einen Ordern bekommst Du aber dafür nicht.

      Aber auch Dich, geben wir nicht auf. Trotz Deiner Irrtümer. Und was den Spiegel angeht, bevorzugen wir lieber saubere und nicht brüchige Exemplare. Danke. 😀

      Simon Lange

      10. Oktober 2016

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