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Schlechte Angewohnheiten und eine Einladung

Schlechte Angewohnheiten und eine Einladung

By am 12 Okt 2014 in Blog, Crew | 0 comments

Wie schon gefühlte Tausend mal erwähnt sind wir die älteste und sicherlich noch immer einer der authentischsten #Piraten-Crews in Berlin. Wir haben seit unserer Gründung viele Gäste gehabt, darunter durchaus prominente oder mittlerweile prominente Persönlichkeiten. Auch sind die meisten Crews in Pankow eben durch uns entstanden, als Ableger und leider müssen wir mittlerweile feststellen, dass durch die unruhige See der letzten paar Jahre viele Crews um uns herum gekentert sind. Dessen ungeachtet aber haben wir immer an unseren Weg festgehalten und haben konsequent Piraten-Werte nicht nur propagiert, sondern sie auch vor gelebt. Wir waren und sind auf breiter Basis sozial und politisch aktiv, in der Kommune wie auch im Bund, wir sind Impulsgeber und haben auch erfolgreiche Kandidaten für Wahlen, Beauftragungen etcpp gecoached und beworben. Immer unter dem Segel der Piraten, immer unter den Werten der Piraten.

Ursache

Nun gab es spätestens seit 2010 eine sehr negative Entwicklung in der Piratenpartei, welche Top-Down durchgesetzt wurde. Ohne jetzt ins Detail zu gehen, denn dazu gibt es bereits genug andere Blogbeiträge unter anderem auch auf meiner Blogseite, hat diese Entwicklung ausgehend von Berlin den Bund und dann weitere Landesverbände infiziert. Die Verursacher sind mittlerweile schon zum Teil aus der Partei ausgetreten, aber das Gift dass sie seit 2010 ungehemmt in der Partei verspritzten, wirkt leider heute noch. Auch weil viele Opportunisten und Kollaborateure noch in den Strukturen der Piratenpartei verwoben sind und so diverse Ex-„Piraten“ noch immer ihren Einfluss ausüben können.

Das Muster (Gift)

Das Gift hatte immer und hat noch immer folgende Wirkungsweise. Ich möchte das an einem einfachen Beispiel kurz darlegen. Jeder kann das ja mal in Abwandlung durchspielen und wird schnell verstehen warum es so effektiv und auch so zerstörerisch für die Partei ist.

  1. Person A mag Person B nicht
  2. Person A redet mit Personen X,Y und Z ÜBER Person B; Dabei wird darauf geachtet dass Person B nichts mitbekommt (Nonmention)
  3. Nachdem Person A Unwahrheiten oder Halbwahrheiten über Person B verbreitet hat beginnen Person X, Y und Z ebenfalls mit weiteren Person ÜBER Person B zu reden und nennen ggf. Person A als Referenz.

Auf diese Weise verbreitet sich eine Falschinformationen rasend schnell und ohne dass jemals eine Prüfung der Informationen stattgefunden hätte. Tatsächlich werden ungeprüft Falschinformationen weiter getragen. In der Piratenpartei ist dieses Muster auf allen Ebenen anzutreffen. Von Basispiraten durch alle Strukturen bis in die Vorstände der Gliederungen bis in den Bundesvorstand hinein. Auch in den aktuellen Bundesvorstand. Aber dazu später mehr.

Wie kann man solch eine Fehlentwicklung unterbrechen? Kehren wir zum Beispiel zurück:

  1. Person A mag Person B nicht
  2. Person A redet mit Personen X, Y und Z ÜBER Person B; Dabei wird darauf geachtet dass Person B nichts mitbekommt (Nonmention)
    • Varianten
      1. Personen X, Y und Z fragen nach Belegen für Behauptungen von Person A über Person B.
      2. Personen X, Y und Z kritisieren Person A dass diese über Personen spricht die sie weder mentioned noch hinzuzieht.
      3. Personen X, Y und Z fragen bei Person B nach, was sie von den Behauptungen seitens Person A hält.

Wenn nur eine der drei Varianten von der Majorität der Piratenpartei gelebt werden würde, wäre schon viel gewonnen. Im Idealfall würden alle drei Varianten zusammen wirken und das Gift könnte nicht wirken, Fehlinformationen könnten sich nicht verbreiten und Begriffe wie Mobbing, Rufmord und Diskriminierung würden innerparteilich weniger fallen, als es notwendigerweise noch derzeit der Fall ist. Das vorstehende Muster und das Gegenmittel wird übrigens auch genau so nicht nur gegen „Person B“ sondern auch gegen „Gruppe B“ (wahlweise von Person A oder Gruppe A)  innerhalb der Piratenpartei gelebt. Diskriminierungen sind für eine Bürgerrechtspartei wie der Piratenpartei schon eine Schande, aber Gruppendiskriminierungen sind nochmal eine besondere Qualität.

Fazit und Angebot

Nun haben wir als Crew immer wieder genau mit solchen Mustern zu kämpfen. (Ex-)Mitglieder zerreißen sich öffentlich die Mäuler über uns und behaupten eine Menge Dinge über uns. Auch das faschistische Instrument der Entmenschlichung wird praktiziert und so werden wir fortlaufend als „Zusels“ bezeichnet. Da dieser Begriff ausschließlich seit seiner Entstehung im negativen Kontext zu uns verwendet wird, sollte niemand, der auch nur ansatzweise Menschenrechte respektiert derartige Begriffe verwenden.

Leider hat dieses Muster und teilweise auch diese entmenschlichende Sprache Einzug in den Bund gefunden. So sprechen diverse Bundesbeauftragte gerne von „Zusels“ und leider wird auch das „Gift“, das Muster der falschen Kommunikation, auch in Bundesstrukturen bis in den Bundesvorstand hinein gelebt. Gerade in den letzten Tagen hatte Stefan @sekor Körner ÜBER uns gesprochen, aber nicht MIT uns. Dennoch sah er sich genötigt eine abwertende Aussage uns bezüglich zu tätigen. Wir unterstellen ihm natürlich keine böswilligen Absichten und gehen davon aus dass auch Körner sich dem MIT-einander statt ÜBER-einander reden nicht verschließen wird. Aber das Beispiel zeigt, dass diese Methodik sich in den letzten Jahren so sehr durchgesetzt hat, dass sie selbst unseren Bundesvorstand infiziert hat.

Wir, als Crew, sind nicht die einzigen welche von den negativen Auswirkungen betroffen sind. Im kleinen Maßstab sind es Mitglieder die wagen eine andere Meinung oder Sicht der Dinge zu haben, im großen Maßstab ist es die Außenwirkung der „zerstrittenen Partei“.

Einladung

Deshalb laden wir auf diesem Wege Stefan Körner und Kristos Thingilouthis zu einer Gesprächsrunde mit uns ein. Thema wird sein, wie man nachhaltig diese negativen Kommunikations-Muster innerhalb der Partei nachhaltig lösen kann und welche konkreten Schritte man ggf. dazu einleiten könnte. Bezüglich der Details wird man sich sicherlich einig, solange ein Wille vorhanden ist. Wir würden uns sehr über einen konstruktiven, Ergebnis-offenen und ggf. nachhaltig wertvollen Dialog/Diskurs freuen.

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