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Erstmal den Winter überstehen

Erstmal den Winter überstehen

By am 24 Dez 2013 in Aktionen, Blog, Crew | 3 Kommentare

Während die Lampedusa Flüchtlinge in Hamburg auf ihre Situation aufmerksam machen, gibt es auch an anderen Orten der Welt ganz andere Sorgen. Der Aktivist Frank Hartmann, bekannt durch seine Spende im Früjahr 2013 (wir berichteten), ist derzeit im Bekaa Tal bzw. der Bekaa-Ebene, welches die erste Anlaufstelle für syrische Flüchtlinge ist, welche in den Libanon fliehen.

Interview mit Frank Hartmann am 23.12.2013

Als vor einiger Zeit Hartmann das Flüchtlings-Camp zum ersten mal betrat, war er fassungslos ob der Zustände die er vorfand. Kinder spärlich bekleidet, warm sowieso nicht, „Straßen“ die eher an tiefe schlammige Feldwege erinnern, keine Beleuchtung, desaströse sanitäre und medizinische Bedingungen.

Der nun einsetzende Winter hat die Situation deutlich verschärft. Vor Ort können schon mal bis zu Minus 15 Grad Celsius vorherrschen. Unvorstellbar wie zum Beispiel Kinder bei solchen Temperaturen, ohne Winterkleidung, in einfachen Verschlägen und Zelten so einen Winter überstehen wollen.

img_71791 Wie man auf dem Foto gut erkennen kann, liegt mittlerweile Schnee, welcher auch am Tage nicht mehr wegtaut. Der schlammige Boden wird steinhart und aufgrund der unebenen Struktur ist die Gefahr für Verletzungen bis zu Brüchen enorm hoch. In einem Camp ohne nennenswerte medizinische Versorgung ein enormes Risiko.

Spontan half Hartmann den Menschen, indem er sein privates Bankkonto „plünderte“ und sogar sein iPad verkaufte um massenhaft Winterkleidung für die bedürftigsten, Frauen und Kinder, zu besorgen. Außerdem sorgte er dafür, dass die steinharten Schlamm-Straßen im Camp Abends beleuchtet werden, um das Unfallrisiko zu minimieren. Selbst der Strom für die Beleuchtung wird mittlerweile von einem von Hartmann organisierten Unterstützer kostenfrei geliefert. In einer Region die mit einem instabilen Stromnetz kämpft keine Selbstverständlichkeit.

Derzeit laufen die Planungen im Camp auf Hochtouren. Denn das bisher geleistete soll erst der Anfang sein. Hartmann will vorlegen und Menschen als professionelle Schweißer ausbilden, um so auch der Region zu helfen. Er wirbt aktiv damit dass es ihm andere gleich tun und hofft so viele Menschen für seine Idee zu begeistern. Außerdem wird demnächst eine Schule im Camp eröffnet. Drei Lehrer hat er bereits gefunden und auch Räumlichkeiten für bis zu 30 Kinder stehen bereit.

Angesprochen auf die großzügige Geldspende welche Hartmann Ende 2012 für die Flüchtlinge im Refugee-Camp am Brandenburger Tor in Berlin, wird Hartmann sehr deutlich in seiner Sprache. Der Umstand dass die von Frau Mareike Peter zugesicherten Belege – eine für Piraten eigentlich selbstverständliche Transparenz – bislang fehlen und auch jede Information was mit dem Geld geschehen ist, machen Hartmann wütend. Insbesondere auch weil er gerade jetzt im Libanon vor Ort sieht wie Bedürftigkeit aussieht und er es nicht verstehen kann, warum Frau Peter das Geld nach wie vor auf ihrem Privatkonto behält.

Mehr hierzu erfahrt Ihr in unserem Telefoninterview mit Hartmann am Anfang dieses Artikels.

Uns als Konrad Zuse Crew, die sich immer Bürger- und Menschenrechten gepflichtet gefühlt hat, ist es ein Anliegen, dass Hartmann bei seinen fruchtbaren Projekten für die Bedürftigen unterstützt wird. Bitte nehmt Euch die Zeit und schaut Euch alle Fotos und Filme genau an. Wir haben auch die Webseiten von Frank Hartmann verlinkt, auf welchen er kontinuierlich dokumentiert, wie er Spenden einsetzt und was er gerade plant.

Wer schon jetzt spontan spenden möchte kann dies hiermit tun:

Empfänger: Mohamad Waked
Konto: 628892200
Bankleitzahl: 35040038
Bank: Commerzbank Duisburg
Verwendungszweck: Spende Flüchtlingscamp Libanon
IBAN DE98 3504 0038 0628 8922 00
BIC COBADEFFXXX

Außerdem haben wir von der Konrad Zuse Crew eine Pledge eingerichtet und hoffen dass ihr, unsere Leser, aber auch die Piraten unter Euch die Pledge fleissig bewerbt. Sie läuft bis zum 03 Januar 2014 und soll 10100EUR für das Flüchtlings-Camp bringen.

HIER GEHTS ZUR PLEDGE FÜR DIE SYRISCHEN FLÜCHTLINGE

Danke für Eure Hilfe schon jetzt und im Namen der gesamten Crew Euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest 2013

 

Webseiten von Frank Hartmann
http://euroweld.wordpress.com/spendenaufruf-libanon/
http://euroweld.wordpress.com/2013/12/12/fuckin-shit/
http://euroweld.wordpress.com/2013/12/13/ein-ipad-fur-200-leute/
https://pod.geraspora.de/u/euroweld

Interview mit Radio.cc vom 22.12.2013

    3 Kommentare

  1. Ich möchte euch allen einmal von Herzen Danke sagen, das ihr darüber berichtet. Und auch von den Syriern hier. Die sind einfach nur Hin und Weg von der Hilfe die unverhofft und in dem Masse kommt.

    Ich kann nur immer wieder sagen: Wir/Ihr seid bessere Botschafter Deutschlands als es jeder Aussenminister oder Staatsoberhaupt jemals war!

    DANKE!

    Frank Hartmann

    24. Dezember 2013

  2. So. Ich habe heute ein paar Videos fertiggestellt.

    Schaut euch am besten zuerst einmal das hier an:
    https://www.youtube.com/watch?v=bPbGFcmhDCg

    Und danach das hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=76ZHTPcr2zI

    Dank eurer Spenden konnte man die Situation etwas verbessern. Bisher sind knapp 12.000$ Zusammengekommen. Das sind umgerechnet 7€ Pro Person. Und das nicht pro Tag oder Monat, sondern insgesamt. Es gibt also noch viel zutun. Aber jetzt wo man endlich Ergebnisse sieht, kann man nicht mehr aufhören, sondern muss weitermachen, sonst wäre alles umsonst gewesen und der Hoffnung folgt die Lethargie wieder. Ich bin froh das ich die Kids so habe aufmuntern können.
    Also, lasst uns nicht im Stich hier.
    …und kommt uns mal besuchen.

    Auf meinem YouTube Kanal gibt es noch mehrere andere kurze Clips.

    Frank Hartmann

    4. Januar 2014

    • Keine Bange. Die Zuse-Crew und auch ich pers. steht zu ihrem Wort. Wir arbeiten hinter den Kulissen daran weiter zu helfen. Unabhängig davon ob die Piratenpartei dies unterstützt oder nicht. Wir betrachten uns als Humanisten und somit ist es für uns eine Selbstverständlichkeit humanitär zu helfen, wenn dies sinnvoll und notwendig ist.

      Simon Lange

      4. Januar 2014

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